Wieso es morgen mehr Staus auf der Autobahn geben kann

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In den letzten Wochen gab es erneut extreme Hitze in vielen Regionen in Europa, auch in Deutschland. Deswegen führen auch Flüsse wie der Rhein zurzeit sehr wenig Wasser. Das führt dazu, dass Frachtschiffe, die Güter transportieren, nicht sicher darauf fahren können.

Gestern haben die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland daraufhin das Sonntagsfahrverbot für LKWs aufgehoben. Normalerweise dürfen an Sonn- und Feiertagen zwischen 0 und 22 Uhr in Deutschland keine Fahrzeuge unterwegs sein, die gewerblich Güter transportieren und über 7,5 Tonnen wiegen, also vor allem LKWs. In der Ferienzeit gilt das auch an Samstagen.

In diesen vier Bundesländern ist das ab morgen aber erlaubt, solange der Schiffsverkehr auf dem Rhein nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist, damit Güter trotzdem transportiert werden können.

Zusammen mit den Menschen, die heute und morgen aus dem Urlaub zurück-kommen, dürfte es auf den Autobahnen sehr voll werden und zu vielen Staus kommen.

Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hatte vorgestern bereits gesagt, dass er eine Lockerung des LKW-Fahrverbots für möglich hält. Es werde auch darüber gesprochen, wie Transporte auf die Schiene verlagert werden könnten. Es gibt aktuell aber viele Bauarbeiten auf den Bahnstrecken entlang des Rheins, sodass das schwierig werden könnte. Es sollen aber auch Fahrrinnen in wichtigen Flüssen ausgebaut werden.

Kritik an den Maßnahmen kommt zum Beispiel vom Umweltschutzverband BUND. Der Vorsitzende Olaf Bandt fordert, eher für „intakte Flusslandschaften“ zu sorgen. Mehr LKWs auf den Straßen würden Menschen und Klima belasten und das Problem langfristig nicht lösen. Der Schiffsverkehr müsse an die Flüsse angepasst werden und nicht umgekehrt.

Titelbild: Verkehrsrundschau

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